Heilpflanzen (38)

Kräuter, Wildkräuter, Gemüse oder Gewürz

Eine Heilpflanze ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken bzw. zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Heilpflanzen" ist hierbei ein Sammelbegriff. Sowohl Kräuter, als auch andere der Heilung dienende Pflanzen fallen hierunter. Heilpflanzen können neben dem Kauf in der Apotheke, Reformhaus oder Kräuterladen "wild wachsend"** gesammelt" werden, oder im Hausgarten angepflanzt, um als Hausmittel vorbeugend oder bei Krankheiten zur Verfügung zu stehen. Heilpflanzen können vielseitig verwendet werden. So werden sie auch neben der medizinischen Verwendung in der Küche als Kräuter, Wildkräuter als Gemüse oder Gewürz eingesetzt. Ein Beispiel wäre hier der Lavendel....eine Heilpflanze, aber der Lavendel ist auch als Gewürz verwendbar. Die Brennnessel ist ein weiteres gutes Beispiel. Als Wildkraut z.B. als Spinat  zubereitet eine Delikatesse! Als Heilfplanze unverzichtbar bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Unterstützung bei der Behandlung von Nierengrieß.

Je nach Einsatzgebiet, Zubereitung und Verwendung haben so die meißten Pflanzen unterschiedliche Wirkweisen und Inhaltsstoffe.

**Heilpflanzen und Kräuter sammelt man nur mit Sachkenntnis und nur dort, wo eine hohe Nitratbelastung, Überdüngung, Straßenverkehr usw. ausgeschlossen werden kann. Man sammelt nur geringe Mengen für den Eigenbedarf. Ein Anbau von Wildpflanzen + Kräutern im eigenen Garten ist zu bevorzugen.

Rezensionsexemplar aus der Serie "Was tun bei....

Bluthochdruck

Mind-Body-Medizin und Naturheilkunde

Autoren: Dr. Marc Werner, Prof. Dr. Andreas Michalsen und Karen Hoffschulte

-------------------------------------------------------------------------------------------

Ein Patientenratgeber von Natur und Medizin der Carstens Stiftung.

Es werden zahlreiche Möglichkeiten und begleitende Verfahren aus der Naturheilkunde auf verständliche Weise beschrieben. Tipps rund um die Ernährung, heilsame Lebensmittel und Heilpflanzen, Entspannungsverfahren, Kneipp-Anwendungen, Aderlass und viele weitere hilfreiche wissenschaftlich fundierte Verfahren, die sich positiv auf den Blutdruck auswirken können, werden in dem Buch vorgestellt. Klein, handlich, sachlich, verständlich und fundiert. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

Das Buch ist für Euro 5,90 bei dem KVC Verlag erhältlich.

https://www.kvc-verlag.de/shop/Was-tun-bei/Bluthochdruck::230.html

Leseprobe als PDF

Foto zur Verfügung gestellt: @ Carstens-Stifung: Natur und Medizin 

Gemeine Nachtkerze

Am Abend öffnen sich die hübschen leuchtenden Blüten binnen weniger Minuten zur Freude von nachtaktiven Faltern. Sie blühen die ganze Nacht hindurch und erst bei Sonnenaufgang schließen sich die Blüten wieder. 

Das wertvolle Nachtkerzen-Öl wird aus den schwarzen Samen gewonnen und ist vor allem im Kosmetikbereich zur Hautpflege, bei Hauterkrankungen und zur Vorbeugung der Arteriosklerose sehr gefragt. Essbar sind die Wurzeln der Pflanze und die Blüten. Die enthaltene Gammalinolsäure, fettes Öl und Vitamin E machen die Nachtkerze zu einer wertvollen Pflanze.

Heilpflanzen und Wildkräuter für die Frühjahrskur

Nach dem langen Winter wird es Zeit für einen Frühjahrsputz von innen. Hier kann man sich die Kraft der Pflanzen zu Nutze machen, denn Heilpflanzen und Wildkräuter die sich jetzt als erstes, frisches Grün im Frühjahr zeigen, wie z.B. Giersch, Löwenzahn, Brennnessel, Bärlauch, Vogelmiere, Gänseblümchen, Gundermann, Schafgarbe, Labkraut, Spitzwegerich u.a. zeigen haben jetzt die größte Kraft und werden gerne für eine Frühjahrskur, Entschlackungskur, oder zur Anregung des Stoffwechsels verwendet. Neben ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen, liefern diese Pflanzen auch große Mengen an Vitaminen, bereichern die basische Küche und wirken belebend auf den Organismus und stärkend auf das Immunsystem.  Als Tee, Frischpflanzensaft, oder als schmackhaftes Wildkraut verarbeitet, können diese Pflanzen den Stoffwechsel anregen. Die wertvollen Bitterstoffe z..B. im Löwenzahn, kurbeln die Fettverbrennung an und vermindern die Lust auf Süßes. Löwenzahn als sogenannte "Leberheilpflanze" hat zudem eine blutreinigende und harntreibende Wirkung, er entschlackt den Körper, regt die Verdauung und den Gallefluss an und kann Völlegefühl lindern. Die Brennnessel hat eine entschlackende, blutreinigende und blutbildende Wirkung und wirkt harntreibend. Weiterhin liefert sie reichlich Eisen und Vitamin C. Sie kann z.B. zu einem schöneren Hautbild beitragen, wie auch das Zinnkraut, oder Schachtelhalm genannt. Zinnkraut kann das Bindegewebe kräftigen und entgiften, wirkt harntreibend und entwässernd.

Für einen stoffwechselanregenden Tee habe ich zusätzlich Pfefferminze gewählt. Sie kann Heißhungerattacken dämpfen und den Fettstoffwechsel anregen.

------------------

Ein Entschlackungs-Tee könnte z.B. so aussehen:

Je 3 Teile getrocknete

Löwenzahnblätter

Brennnesselblätter

Zinnkraut

Pfefferminzblätter

 

 

Alles gut miteinander mischen. Übergießen Sie einen Telöffel der Mischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 15 Minuten ziehen. Morgens und abends nach dem Essen jeweils eine Tasse  davon trinken.

------------------

Einige der Kräuter wie Bärlauch und auch Löwenzahn findet man mittlerweile auf Wochenmärkten, oder in ausgewählten Lebensmittelgeschäften. Auch lassen sich einige der Pflanzen im Topf ziehen. Wenn man ihnen im Garten ein Plätzchen einräumt, wo sie ungestört wachsen dürfen. So hat man die gesunden Pflänzchen jederzeit zur Hand. Die größte Wirkkraft haben die Pflanzen, wenn sie schonend zubereitet werden, d.h. Vitamine, wie z.B. Vitamin C können durch hohe Temperaturen verloren gehen. Daher bietet sich z.B. ein frisch zubereitetes Wildkräuter-Pesto, Smoothies, ein Salat, Kräuterbutter oder eine Verarbeitung im Quark oder Frischkäse, oder einfach so auf`s Butterbrot für die Vitamin-C-Zufuhr an.

Viele Rezepte zur Verwendung der gesunden Wildkräuter in der Küche finden Sie in meiner Wildkräuterküche .

Unter der Rubrik Pflanzenportraits finden Sie eine Beschreibung, Verwendungshinweise und evtl. Hinweise, bei denen Sie die Pflanzen nicht Verwenden sollten.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Ein Duft und Geschmack für die Sinne

Ein leicht süßliches Aroma, das an unseren Salbei erinnert, entführt mit seinem Aroma und lieblichen Geschmack gedanklich in die wärmende Bergwelt Griechenlands. Dort ist der Tee für seine besonders wohltuende Wirkung bekannt und ist seit altersher ein Haus- und Heilmittel. So soll er einen gesunden Schlaf fördern, für Entspannung sorgen und ähnlich wie unser Johanniskraut stimmungsaufhellend wirken. Studien, wonach dieser Tee regelmäßig getrunken, bei Alzheimer helfen soll laufen an der Universität Rostock. Weiterhin soll er entzündungshemmend wirken und kann z.B. bei Wunden als Umschlag aufgelegt werden. Auch soll er die die Magen- und Darmschleimhaut regenerieren. Er vermag den Blutdruck zu senken und kann bei Erkältungskrankheiten schleimlösend wirken.

Den Tee kann man sehr gut abends genießen. Mit Zitrone und Honig verfeinert, ist dieser Tee etwas ganz besonderes. Kalt oder warm getrunken, ist er ein Genuss.

Selbstgemachter Hustensirup aus ausgewählten Heilpflanzen

 

Artikel bewerten
(4 Stimmen)

Schlüsselblume bei festsitzenden Sekreten

In der Heilkunde werden die Wurzeln und der Blütenkelch der Pflanze verwendet. Sie wirken wegen ihrem Gehalt an Saponinen (Seifenstoffe) schleimlösend. Bei Bronchialkatarrhen, Fieber und Erkältungen kann diese Pflanze gute Hilfe leisten.  Bei Mischungen von Hustentees sollte man die Schlüsselblume nicht vergessen.

Ein Drei-Kräuter-Hustentee könnte so aussehen:Zwei Teile Schlüsselblumenwurzel und ein Teil frisch zerstoßene Fenchelfrüchte sowie Malvenblätter.

Alles miteinander mischen und zwei Teelöffel der Mischung mit einem 1/4 Liter kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Danach abseien.....etwas Honig wer mag. 3 Tassen der Mischung am Tag.

-----> zum Pflanzenportrait

Der Hustensirup ersetzt nicht den Besuch beim Arzt! Bei starkem Husten, länger andauerndem Husten, Husten mit Auswurf, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sollte ein Arzt augesucht werden!

Hinweis: Alle Informationen auf diesen Seiten sind sorgfältig erwogen und geprüft und nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben worden. Die Hinweise zu den Heilwirkungen von Pflanzen und anderen Produkten ersetzen aber keineswegs die Hilfe und den Rat eines Heilpraktikers, Apothekers oder Arztes

Schlüsselblumen in meinem Garten :-)

In der Heilkunde werden die Wurzeln und der Blütenkelch der Pflanze verwendet. Sie wirken wegen ihrem Gehalt an Saponinen schleimlösend. Bei Bronchialkatarrhen, Fieber und Erkältungen kann diese Pflanze gute Hilfe leisten.  Bei Mischungen von Hustentees sollte man die Schlüsselblume nicht vergessen. Auch bei Gelenkbeschwerden, Nieren und Blasenleiden kann ein Tee zum Einsatz kommen. Die Blüten riechen und schmecken süßlich. Sie sind zwar essbar und verzieren Salate, oder Kräuterbutter aber Allergiker sollten lieber die Finger davon lassen. Die Wurzel schmeckt leicht bitter und riecht nach Anis. In der Natur dürfen Schlüsselblumen nicht gesammelt werden, da die Pflanze unter Naturschutz steht!

Ein zartes Pflänzchen

Lein wollte ich beim Wachsen und Blühen mal genauer betrachten und habe Leinsamen nach dem Frost in mehrere Pflanzkübel ausgesät. Völlig unproblematisch sind die zarten Pflänzchen gewachsen. Wasser und ab und an etwas verdünnte Brennnesseljauche als Dünger waren ausreichend. Im Sommer konnte ich mich an den feinen hübschen, blauen Blüten erfreuen und im Herbst konnte ich die kleinen Samen ernten. Den Großteil der Samenkapseln habe ich natürlich für die Vögel stehen lassen, ich denke, sie haben sich darüber gefreut.

Leinsamen und Leinöl:

Aufgrund des hohen Ölgehaltes in den Früchten zählt der Lein, wie auch der Raps, Hanf und Mohn zu den Ölpflanzen. Außer dem Öl wir die Pflanze auch als Faserlieferant genutzt, um daraus Kleidung herzustellen.  Leinöl wird durch Pressen oder Extraktion aus den Leinsamen gewonnen. Speiseöle werden schonend kaltgepresst.  Öle für technische Zwecke (Farben + Lacke/Pflege) werden heiß aus den Leinsamen gepresst.  Ein besonders hoher Anteil an Linolensäure in dem Öl (Essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) wirkt stark entzündungshemmend und ist daher besonders gesund. Aufgrund der vielen ungesättigten Fettsäuren reagiert Leinöl besonders empfindlich auf Luft und Licht, kann schnell ranzig werden und muss daher entsprechend geschützt dunkel und kühl gelagert werden.

Eiweissreich und jede Menge Omega 3 Fettsäuren.

Der berühmte, griechische Arzt der Antike, Hippokrates (geb. 460 v. Chr.) empfahl damals bereits im Altertum die Einnahme von Leinöl bei Bauchweh und Durchfall. Auch Hildegard von Bingen und Paracelsus wußte um die Wirkung. Mittlerweile weiß man, warum Leinöl so gesund ist: Leinöl schützt das Herz, senkt den Cholesterinspiegel, lindert Entzündungen und wirkt sogar vorbeugend gegen Depression. Arzneilich werden vor allem die getrockneten Leinsamen bei Magen- und Darmproblemen genutzt. Die Leinsamen können vor der Nutzung geschrotet, oder gepresst werden. Leinsamen gilt mit seinen Quelleigenschaften als sanftes Abführmittel.  Die Schleimstoffe dienen als „Gleitmittel“ während der Darmpassage. Auch für eine gereizte Magen-Darm-Schleimhaut erfüllt der Schleim eine sanfte und natürliche Schutzfunktion. Mit Recht wurde 2005 Lein zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Die Deutsche Herzstiftung, DGE, Dr. J. Budwig und zahlreiche andere Ernährungswissenschaftler weissen seit langem darauf hin, dass ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten senken kann. Eine Einnahme von Leinöl nach dem Essen kann "Blutzuckerspitzen" senken. Die wichtigsten gesunden Fette sind die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese wertvollen Fettsäuren sollten in einem ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen. Der Körper benöitigt diese Fette für den Stoffwechsel und die Elastizität jeder einzelnen Zellmembran. Das Besondere am Leinöl ist, das es ein sehr günstiges Mischungsverhältnis dieser beiden Fettsäuren und außergewöhnlich viel von der Omega-3-Variante Alpha-Linolensäure enthält. Auch enthält Leinöl sogenannte Lignane (Phytohormone, die dem menschlichen Hormonhaushalt ähneln) und sanft, regulierend und ausgleichend in den Hormonhaushalt einwirken können.

 

Wohltuend bei Magen- und Darmbeschwerden

Die krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sind wegen des Inhaltsstoffs Chamazulens (derselbe Wirkstoff wie bei der echten Kamille) bei Magen- und Darmbeschwerden wohltuend und hilfreich. Sie kann auch bei Appetitmangel, Gallenproblemen sowie bei Menstruationsbeschwerden und Frauenleiden eine hilfreiche Heilpflanze sein.

Ein Leberwickel mit einem Sud aus Schafgarbe unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. In der Volksmedizin findet sie bei Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Wundbehandlung und Blutungsstillung sowie bei Migräne Anwendung. Die zarten Blatttriebe sind essbar und können in der Wildkräuterküche z. B. im Kräuterquark, einfach so auf`s Brot oder im Smoothie Verwendung finden.

Wirkung: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hormonausgleichend, krampflösend, gefäßtonisierend

Anwendung: Tee, Tinktur, Wildkräuterküche