Ein Quantum Glueck - Artikel nach Datum gefiltert: Dezember 2017

 Rückgang der Insekten

Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, sagte einst Albert Einstein.

Seit Jahren steht es fest dass immer mehr Insekten darunter auch Honig- und Wildbienen und zahlreiche Schmetterlingsarten aus den verschiedensten Gründen sterben. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Krefelder Entomologen führen seit 1989 Aufzeichnungen über Insekten und ihre Population. Sie haben seit ihren Analysen und Auswertungen einen Rückgang um erschreckende  " 75 % " festgestellt und sich bereits 2012 mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit gewandt. Dieser dramatsiche Rückgang und die neuesten Auswertungen zeigten dieses Jahr ihren Höhepunkt.  Auch als Laie kann man bereits jetzt schon Beobachtungen machen, die auf einen Rückgang der Insekten, aber auch ein Rückgang der Vielzahl von Wildkräutern, Ackerpflanzen und Heilpflanzen aufzeigen. Wer auf dem Land wohnt, stellt diesen allgemeinen Rückgang am ehesten fest. Es ist auch nicht verwunderlich, denn bei Spaziergängen durch die Natur zeigt sich sehr oft eine einheitliche Felderwirtschaft. Monoton und recht langweilig. Ein Feld sieht aus, wie das andere. Kaum findet man noch Blühstreifen am Feldrand. Neuerdings werden sogar die Feldwege und Radwege fein säuberlich gemäht, oder gar mit Unkrautvernichter gespritzt. Selbst den ausdauernden Löwenzahn, oder die Brennnessel sucht man auf diesen Feldern vergeblich. Es wächst, wenn überhaupt nur noch Gras, wo vorher ein kleiner, nützlicher bunter Blühstreifen war. Eine blühende, artenreiche Wiese findet man leider immer seltener. Meine Beobachtungen und Erkundungen sind dabei von Ort zu Ort und Bundesland zu Bundesland verschieden.

Kann ich selbst etwas beitragen?

Früher hatte jedes Haus einen eigenen Nutz- und Kräutergarten, aus dem sich die Bewohner ernähren und im Krankheitsfall mit Heilpflanzen selbst helfen konnten,  dort fanden auuch zahlreiche Insekten ihre Nahrungsquelle. Warum also nicht ein kleines Kräuterbeet anlegen, oder in einer hinteren Ecke nützliche Wildkräuter, wie z.B. die Brennnessel, die auch wichtige Nahrungsquelle für Falter und Schmetterlinge ist, wachsen lassen?

Wer einen Garten hat, der kann selbst einiges in die Hand nehmen und seine Beete "Bienen- und Insektenfreundlich" gestalten. Durch eine artenreiche, am besten "natürliche" Gestaltung mit Blumen, Kräutern und Stauden, Sträucher und Hecken, die vom Frühjahr bis in den späten Herbst blühen, kann ein besseres Nahrungsangebot geschaffen werden und somit der Lebensraum vieler Insekten, Vögel, Igel + Co. verbessert werden. Auch wer Wildkräuter, wie Brennnesseln, Giersch, Löwenzahn, Rotklee, Schafgarbe u.v.m. in seinem Garten wachsen lässt und wer im Rasen Gänseblümchen stehen lässt, erfreut sich nicht nur an den zahlreichen hübschen bunten Blüten, den Bienen und Hummeln und den Schmetterlingen, sondern hat sich damit noch eigene Bio-Heilkräuter, oder Wildkräuter im Garten gepflanzt, auf die man bei kleinen, gesundheitlichen Beschwerden, oder aber auch für ein leckeres Wildkrautgericht zurückgreifen kann. Bringt man dazu noch ein Insektenhotel an und lässt im Herbst ein paar Zweige und Laub in einer hinteren Ecke liegen, schafft man so einen kleinen biologischen Lebensraum für Insekten, Igel, Vögel + Co.