Gewürze (5)

Den Sommer einfangen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kräuter und Blüten zu konservieren. Eine davon ist das Herstellen von Essig. Mit selbst hergestelltem Kräuteressig schmeckt der Salat gleich doppelt gut.

Bohnenkraut gehört zu den mediteranen Gewürzen, wie auch Salbei, Thymian, Rosmarin usw.. Bohnenkraut ähnelt im Geschmack und Geruch dem Thymian. Das Gewürz macht Speisen mit Hülsenfrüchten wie z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen etc. bekömmlicher und kann so Magen- und Darmbeschwerden wie z.B. Blähungen vorbeugen. In Kräuterbutter und Quarkspeisen passt Bohnenkraut ebenso gut, wie in mediteranen Gerichten. 

 

Die sanften Helfer für den Bauch

Kümmel und Fenchel sind als Würzmittel und zum Verfeinern der Speisen sehr beliebt.  Verwendet man die Gewürze bereits beim Kochen, können sie die Speisen bekömmlicher machen.  Gerade bei Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Magen-Darm-Störungen können sie so schon bereits im Vorfeld eine sanfte Hilfe sein. Als "Anis-Fenchel-Kümmel-Tee" sind die Gewürze ideal bei vorhandener Übelkeit, bei Blähungen und Völlegefühl.

Auch bei Erkältung, Husten und Kopfschmerzen bzw. Migräne kann Fenchel helfen. Ein Sirup aus Fenchel hilft auch bei Beschwerden der oberen Atemwege. Fenchelsamen am besten im Mörser etwas anstoßen.

 

Curcuma färbt nicht nur Speisen und Getränke wunderschön gelb, sondern punktet mit zahlreichen gesundheitlichen Wirkungen.

Die Gelbwurzel Curcuma aus der Familie der Ingwergewächse, auch Indischer Safran genannt, gilt als natürliches Antibiotikum und Verdauungshilfe.  Sie wird nicht nur dem Indischen Curry als Gewürz beigemengt, oder als Färbemittel von Käse, Butter, Magarine, Gebäck, Likör und auch  Kleidung genutzt, sondern wird auch in der ayurvedischen  Medizin seit jahrhunderten gegen Entzündungen eingesetzt. Auch wird Curcuma zur Anregung von Galle und Leber und zur Hautpflege genutzt und soll Blutzucker und Cholesterin senken. Curcuma macht fette Speißen verträglicher und kann so gegen Völlegefühl eingesetzt werden, auch die Fettverbrennung wird durch Curcuma angeregt. Schwarzer Pfeffer, auch Piperin genannt, erhöht laut Studien die Bioverfügbarkeit von Curcuma. Auch die Kombination mit Olivenöl, oder anderen Fetten verbessert die Verfügbarkeit des Curcumins. Die Rhizome sind fingerdicke sehr aromatische Wurzelteile. Als Pulver, oder als Wurzelstück verwendet, lässt sich Curcuma in vielen Gerichten und Süßspeisen und auch im Kochwasser z.B. für Nudeln einbinden. Zahlreiche gesundheitliche Wirkungen werden diesem Gewürz zugeschrieben. Es existieren dazu interessante Studien und Forschungsarbeiten.

Die Einnahme-Empfehlungen belaufen sich bis 5 bis 8,5 mg Curcuma pro Tag. Diese lassen sich gut in verschiedenen Speisen und Getränken mit einplanen.

Aus der indischen Naturheilkunde stammt ein Rezept für ein Getränk namens "Goldene Milch" . Im  Ayurvedischen gilt dieses Getränk als Heilgetränk und ist  durch die tollen Gewürze ein richtiger Genuss für die Sinne und für den Gaumen.

 „Goldene Milch“
(ca. 3 bis 4 große Tassen)
Zutaten:

600 ml Hafer-, Dinkel-, Mandel-,  Reis- oder Kokosmilch (ohne Zuckerzusatz / Bio-Qualität)
1 TL Bio-Curcuma

2 TL natives Kokosöl
2 Prisen frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
2 Messerspitze Ceylon-Zimt
1 EL Öl (z.B. Kokosöl, Mandelöl, Walnussöl / Bio-Qualität)
1 TL Honig od. Agavendicksaft

Zubereitung:

Hafer-, Dinkel-, Mandel-,  Reis- oder Kokosmilch in einen Topf geben und gemahlenen Kurkuma, Pfeffer und Zimt hinzufügen und  leicht erwärmen.  Topf vom Herd nehmen und das Öl unterrühren. Honig der warmen Milch hinzufügen und nochmals gut verrühren.

Am Abend tut eine Tasse Goldene Milch besonders gut.

-Die Wurzel kann man gut auf einer Muskatnussreibe anwenden. Wenn man die Wurzel 1 Tag vorher in Wasser legt, wird sie schön weich. Gelbe Finger, bekommt man mit etwas Kokosöl wieder sauber. -

Sehr schmackhaft, gesund und vielseitig einsetzbar

Brennnesselsamen enthalten 30 % fettes Öl, davon viel wertvolle Linolsäure, weiterhin enthalten die Samen  Vitamine C, E und A.  Sie können auf ganz natürliche Weise das Immunsystem unterstützen. Man sagt, sie wären in der Wirkung dem Ginseng ähnlich.  Weiterhin enthalten sie Schleimstoffe, viel Eiweiss und Carotinoide und Lutein.

Brennesselsamen werden als  ein natürliches, ganzheitliches und kraftvolles Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Die Samen gelten als Stärkungsmittel bei Müdigkeit, Stress und Leistungsschwäche. Zudem wird ihnen eine besondere fruchtbarkeitssteigernde und aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Für Sportler ist der hohe Eiweissgehalt interessant, der auch in der Brennnesselpflanze zu finden ist. Auch für das Haarwachstum sagt man den Brennnesselsamen eine hilfreiche Wirkung nach. Die in den Samen enthaltenen Phytohormone sollen dem menschlichen Östrogenen ähnlich sein, so dass sie auch bei Menstruationsproblemen oder Wechseljahren empfohlen werden.

Man findet Hinweise, dass aus dem Brennnesselsamen gewonnene Öl sehr wertvoll und recht teuer ist. Die Samen kann man ähnlich wie Sesam in Brot, in Müsli, Smoothies, in Kräutersalz u.v.m. einsetzen.  Sie schmecken leicht nussig und sind eine tolle Bereicherung für die gesunde Küche.