Auf die Füße fertig los

Wandern und Gesundheitswandern erlebt in letzter Zeit einen Hype. Das moderate Gehen in der Natur wird immer beliebter und das egal bei welchem Wetter. Neueste Studienergebnisse zeigen, dass regelmäßiges Wandern sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und die Blutwerte auswirken. Auch dem Stress kann das Gehen an der frischen Luft entgegenwirken. Es gibt zahlreiche Wandertouren für Neueinsteiger und Ungeübte. Daneben gibt es Wanderwege, Tagestouren, geführte Wanderungen und anspruchsvolle Wanderungen, für die man gute Konditionen mitbringen muss. Für jeden gibt es die passende Strecke, ob für Anfänger, oder geübte und konditionierte Wanderer, ob in der Gruppe, mit dem Verein, mit der Familie, oder mit seinem vierbeinigen Freund, oder für sich alleine. Wandern geht immer und das bei jedem Wetter und in jedem Alter.

Schönste Wanderwege, Wege der Besinnung, Pilgerwege, Touren in malerlischer Kulisse, schöne Aussichten und einmalige, abwechslungsreiche Landschaften und Naturerlebnisse stehen dem Wanderer zur Verfügung. Wandern ist ein Erlebnis für Körper, Geist, Seele und Sinne und ein Abenteuer in schönster Natur.  Für jung und alt gleichermaßen gesund. Für viele Wanderer geht es dabei nicht um das Kilometerzählen, sondern einfach nur um das Erleben der Natur, um das Gemeinsame in einer Gruppe, oder um das Kennenlernen neuer Länder, Regionen, Landschaften, Ortschaften und Wege.

Das Gesundheitswandern kombiniert Wandern mit gymnastischen Übungen an der frischen Luft. Die Übungen kräftigen und mobilisieren den gesamten Körper, können so für Kraft und Beweglichkeit sorgen. Für das Gesundheitswandern stehen zertifizierte Wanderführer zur Verfügung.

Auf den Spuren des ehemaligen Braunkohlebergbaus/ Gruppenfoto "Bundesweiter Tag des Gesundheitswanderns in Borken/ Hessen 2017" Foto: © M.Sachs

Gesundheitswandern: Herr Wolfgang Imberger, Hauptwanderwart und Gesundheitsführer des Knüllgebirgsvereins, kombinierte Wandern  mit gymnastischen Übungen in freier Natur.

Fotos: ©Martina Sachs

Shinrin Yoku ....ist japanisch und bedeutet so viel, wie Baden in der Waldluft, oder Waldbaden

Das der Wald das Wohlbefinden steigern kann, ist vielen bekannt. Nach einem Aufenthalt im Wald, oder einem längeren Spaziergang fühlt man sich einfach wohler, frischer und entspannter.  Entspannend kann auch nur alleine der Anblick und Betrachten eines Waldbildes sein.

Nun wird in letzter Zeit immer öfter über das Waldbaden, oder Baden in der Waldluft "Shinrin Yoku" berichtet. Shinrin Yoku ist in Japan eine offizelle Massnahme zur Gesundheitsvorsorge. Quasi ein Waldaufenthalt auf Rezept. Im "Wald" baden klingt erst einmal komisch, aber ist wissenschaftlich belegt: "Wer sich im Wald aufhält, senkt seinen Blutdruck, verringert  Stresshormone und stärkt sein Immunsystem." Das Grün der Bäume und die Ruhe, die man im Wald vorfindet,  wirken nervenberuhigend. Die frische, natürlich gefilterte Waldluft, die aromatischen Bestandteile der vielen Pflanzen und Bäume (Terpene), die ätherischen Öle und Harze wirken sich positiv auf die Atmungsorgane aus. Bäume umarmen kann so, einen ganz anderen Blickwinkel bekommen. Bei einem Waldspaziergang und einem bewußten Aufenthalt im Wald kann man so ganz natürlich Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Shinrin Yoku, oder Waldbaden ist ein schöner Ausdruck wie ich finde für die Einmaligkeit, Schönheit, Faszinatiion und Inspiration, die ein Wald auf einen Besucher ausüben kann. Die vielen Gesundheitsaspekte, die ein Wald zu bieten hat, liefert er dann ganz nebenbei auf einfühlsame Weise.

Wer hat`s denn nun erfunden?

War vielleicht Pfarrer Kneipp der Vorreiter mit dem sogenannten "Luftbaden" ?  Zahlreiche Kurstädte hatten im 19.Jahrhundert herum das "Luftbaden" in ihren waldreichen Gegenden als Kur-Angebot. Durch die aufkommende Industriealisierung in den Städten hatten damals viele Menschen Atemwegsbeschwerden. Die Menschen bekamen eine Kur verordnet und durften vor Ort in einer Kurstadt u.a. in den Genuss des Luftbadens kommen.  Ihre Beschwerden besserten sich sehr oft nur allein durch den Aufenthalt in frischer Luft  So einfach, aber so wirkungsvoll kann Naturheilkunde sein....


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Erster internationaler Kongress "Gesundheitspotential Wald"

Es ist nicht Neu, dass die Natur und der Wald ein großes Potential für die Gesundheit zu bieten hat. So kann ein Aufenhalt im Wald Stress lindern und beruhigend auf den gesamten Organismus wirken, um nur ein Beispiel zu nennen.

Das Thema Wald wird in letzter Zeit vielfach diskutiert und in verschiedensten Medien zum Thema gemacht. Nun rückt der Wald in das Interesse von Wissenschaft + Medizin.

Zum ersten Mal findet ein Internationaler Kongress zum Thema „Gesundheitspotenzial Wald“, am 12./13. September 2017, im Ostseebad Heringsdorf, auf der Insel Usedom statt.

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Laut Trendforschung wächst das Bedürfnis nach Urbanität und gleichzeitig die Sehnsucht nach Natur. Außerdem steigt die Erkenntnis sich gesund erhalten zu müssen und präventiv etwas für die Gesundheit zu tun.

Die gehetzte Gesellschaft sucht deshalb nach Möglichkeiten, dass Depot an Lebensenergie aufzutanken. Denn Digitalisierung sowie Schnelllebigkeit führt zu vermehrten Stress und ungesunden Leben. Es entstehen Zivilisationserkrankungen, wie psychosomatische-, Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf-, orthopädische Erkrankungen und andere mehr.

Das Der Wald dem Wohlbefinden des Menschen zuträglich ist, ist allgemein bekannt, denn wer hat es nicht schon gespürt, wie wohl man sich nach einem ausgiebigen Spaziergang im Wald fühlt. Auch Therapeuten in Rehabilitationseinrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns gehen bereits mit ihren Patienten in den Wald, um dort gelenkschonende Gehübungen durchzuführen.

So erarbeitete der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in einem Projekt mit Wissenschaftlern, Touristikern und Vertretern der Forstwirtschaft, auf wissenschaftlicher Basis, zur indikationsbezogenen Nutzung von Waldgebieten in Kur- und Erholungsorten, denn die Verknüpfung der vorhandenen gesundheitstouristischen Infrastruktur, mit dem gezielten indikationsgerechten Ausbau von Wäldern zu Kur- und Heilwäldern, ist sinnvoll. Erfolgreich und beispielgebend wird dieses in Asien und Australien praktiziert und von den dortigen Gesundheitsbehörden unterstützt. Um voneinander zu lernen organisiert der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., den ersten Internationalen Kongress „Gesundheitspotenzial Wald“, am 12./13. September 2017, im Ostseebad Heringsdorf, auf der Insel Usedom. Vertreter aus Europa, Asien und Australien werden über ihre Erfahrungen berichten und die auf dem Kongress wissenschaftlich erarbeiteten Definitionen und Qualitätskriterien, auf internationaler Ebene, als Maßstab für Kur- und Heilwälder, diskutieren und verabschieden. Außerdem wird der erste Kur- und Heilwald, per Verordnung Mecklenburg-Vorpommerns, auf diesem Kongress ausgewiesen. Damit setzt Mecklenburg-Vorpommern den ersten Meilenstein zur indikationsbezogenen Nutzung des Waldes.

Das dieses Thema von nationalem und internationalem Interesse ist, beweist die große Resonanz der Teilnehmer aus Medizin, Tourismus und Forstwirtschaft, an diesem ersten Internationalen Kongress.

Quelle: Pressebericht mv-baederverband

Programm + Webseite unter: mv-baederverband

 

,,Die mit Abstand am besten wirkende Medizin ist die freie Natur."

Ob im Park, im Wald, oder in der freien Landschaft....einfach für sich ein schönes Plätzchen suchen und ein bisschen Natur gucken. Sie mit allen Sinnen erfahren, auf sich wirken und sich von ihr inspirieren lassen.  Wir können zur Ruhe kommen und den Stimmen der Natur lauschen; sie hat so viel zu erzählen. Auf sanfte Weise kann so ein Aufenthalt heilsam auf unsere Seele + Körper einwirken. Es fühlt sich so unendlich gut an! Selbst mit einer kurzen Auszeit in der Natur kann man so dem  Alltag kurzzeitig entfliehen und seiner Gesundheit damit Gutes tun.

 

Nordic Walking eine gesunde Outdooraktivität

Sucht man für sich nach einer Ausdauer-Sportart im Freien denkt man dabei oft an Joggen. Allerdings ist man als Anfänger mit Joggen schnell überfordert und gibt mit seinen sportlichen Vorsätzen häufig wieder auf. Nordic Walking kann daher eine gesunde Alternative darstellen. Nordic Walking eignet sich für Einsteiger und Fortgeschrittene. Durch den Einsatz spezieller Nordic Walking Stöcke trainiert man neben der vorderen und hinteren Armmuskulatur auch Rücken und Beine.  Die schwungvollen Bewegungsabläufe trainieren das Herz und den Kreislauf, stärken die Muskeln, bringen den Stoffwechsel auf Trab und verbrennen jede Menge Fett. Wer seine Stöcke intensiv vor- und zurückschwingt, kräftigt den gesamten Körper, ganz besonders aber den Rücken, die Schultern und die Arme. Durch den Einsatz der Stöcke nimmt man "fast" automatisch eine gesunde Körperhaltung ein. Für Ungeübte, oder ältere Sportler geben die Stöcke einen guten Halt und Sicherheit beim schnelleren Gehen. Von Sportmedizinern wird Nordic Walking als wenig verletzungsanfällig, moderat und effektiv eingeschätzt. Wer Nordic Walking regelmäßig betreibt, kann seine Ausdauer trainieren und so alterstypischen Krankheiten vorbeugen, zu denen Diabetes, Rückenschmerzen und Bluthochdruck gehören. Möchten Sie die Sportart neu erlernen, sollten Sie klären, ob aus ärztlicher Sicht etwas dagegen spricht und dann an einem Einsteigerkurs teilnehmen. Angebote gibt es viele. :-)

Ein Spaziergang in einem Meer aus bunten Blättern. Um das schöne Herbstambiente zu genießen, geht man am Besten jetzt einfach mal nach draußen und genießt die bunte Farbenpracht bei einem ausgiebigen Spaziergang in einem nahegelegenen Park oder Wald.  Die herabfallenden Blätter, das tiefstehende Licht der Sonne, der Duft des Bodens und der Pilze , das bunte Blattwerk und das Rascheln beim Laufen durch die Unmengen an Blättern ergeben eine ganz besondere Stimmung. Die Vegetation zieht sich langsam bis zum nächsten Frühjahr zurück, Ruhe kehrt ein. Nur noch die  Eichhörnchen sind ganz hektisch und emsig bei der Arbeit. Ihnen kann man zuschauen, wie sie durch die Äste huschen, um sich ihren Vorrat anzulegen.  Man sagt, der Herbst sei der zweite Frühling und wirklich, dem ist auch so. Der sanfte Wind, der um die Bäume streift, kündigt schon langsam die kälteren Tage an. Mit allen Sinnen kann man die Naturbühne Wald, die Ruhe und die saubere Luft in sich aufnehmen und auf sich wirken lassen. Lassen Sie sich verzaubern von dieser schönen Stimmung, den uns der Herbst bringt :-)

Tief Durchatmen

An den Küsten von Nord- und Ostsee herrscht ein besonderes Reizklima. Jod und Salz liegt in der Luft und ist weniger mit Pollen und Smog belastet. Sobald diese reine Luft in die Atemwege gelangt, wird der Schleimabtransport angeregt - eine Wohltat bei chronischem Husten und für Asthmatiker. Das eingeatmete Salz fördert weiterhin die Durchblutung und Befeuchtung der Schleimhäute. Das Nord- und Ostseeklima ist weiterhin sehr hilfreich bei Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Ekzemen, Allergien, Neurodermitis).

Sonne, Wind, Meer und Wald ist eine ideale Kombination von geballten Naturheilkräften.

Entlang der Küsten gibt es eine Vielzahl von Reha-Kliniken, die sich der Gesundheit und Erholung Ihrer Patienten verschrieben haben. Auch zahlreiche Mutter- und Kindkuren werden an Nord- und Ostsee angeboten.

Haupt-Indikationen sind:
Atemwegserkrankungen
- Bronchitis
- Asthma bronchiale

Hauterkrankungen
- Ekzeme (Neurodermitis)
- Psoriasis
- Allergien

Wie ein künstlich angeknipster Spot oder Strahler scheint das Waldlicht durch die schattigen Bereiche der Bäume. Es ist gestreutes Licht, dass durch das dichte Blätterdach einen schönen Lichtkegel bildet. Es macht neugierig und verwandelt ein kleines Stück vom Wald in einen gesonderten magischen Raum. Die Licht- und Schattenspiele im Wald sind etwas ganz Besonderes. Man muss nur genau hinschauen, wo sich die kleinen Lichtschneisen gerade befinden.  Es lohnt sich beim Durchwandern des Waldes auch ab und zu mal den Blick nach Oben zu richten und zu warten bis die Sonne durch das Blätterdach auf die Erde fällt.


Eine Laudatio an die wunderbare Natur

Wenn die Welt etwas aus den Fugen geraten scheint, die Zeiten und die Zukunft ungewiss sind,  kann ein Wald, die Pflanzen und dessen Bewohner dem Menschen Sicherheit und Stabilität vermitteln und das nicht nur für den Körper, sondern auch für Geist und Seele.

Es tut gut, wenn man sich in der Natur Räume sucht, die Geborgenheit und Schutz geben können. Räume, die zum Entdecken einladen, die einen den Zauber von friedlicher Natur spüren lassen. Für die Seele kann die Natur ein wohltuendes Erlebnis und eine geradezu heilsame Erfahrung sein.

Falls einem der Stress und manchmal das Chaos in dieser momentanen Welt überwältigt, dann gibt es nichts besseres, als raus in die Natur zu gehen und mit allen Sinnen die Natur zu erfassen und die Ruhe zu erleben. Schon nach einer kurzen Zeit bemerken wir, wie wir ganz sanft von der Natur und der Umgebung aufgefangen werden. Wir fühlen uns geborgen, sicher, sind eingehüllt und sind angekommen in unserem ganz ureigenen Schutzraum.

Natur pur .... Mitten in der Großstadt

Der Hainesch-Iland liegt im Nordosten der Stadt Hamburg und wurde 1975 als Naturschutzgebiet anerkannt. Es ist 74 ha groß, wurde 1982 als EG-Vogelschutzgebiet gemeldet und liegt zwischen den Hamburger Stadtteilen Sasel und Bergstedt.

"Der lange Iland, der kurze Iland und der Hainesch" - Wer hier der Sprache nach ein niederdeutsches Bauernstück vermutet, ist nicht so schlecht beraten. Es ist ein Stück ohne Worte - oder besser die Kulisse zu einem Bauernmärchen, das an der vielbefahrenen Bergstedter Chaussee in Hamburg, eingebettet in die Wohnquartiere seines Auditoriums, gegeben wird. Die Ilands und der Hainesch sind die Hauptbühne einer alten bäuerlichen Kulturlandschaft, deren Ursprung auf die Bronzezeit zurückgeht und die heute als Naturschutzgebiet Hainesch-Iland bewahrt wird.

Zu Recht, denn wer zum Beispiel vom Bergstedter Markt, mitten im Ortskern des alten Bauerndörfchens, dem Furtstieg folgt, gelangt in ein reizvolles Gebiet mit Weiden, Wiesen und Acker, mit Obstgärten und dem bewaldeten, steilhängigen Tal der Saselbek, einem Nebenfluß der Alster.

Das relativ kleine Areal erhebt keinen Anspruch auf den Vergleich mit den großen klassischen Hamburger Naturschutzgebieten, lädt dennoch zu einem schönen, abwechslungsreichen Spaziergang ein.

Quelle: Bild: M. Sachs Text entnommen: http://www.hamburg.de/hainesch-iland/ 

Weitere Informationen unter Schutzgemeinschaft Deutscher Wald http://www.sdw-hamburg.de/das-hainesch-iland/